Ladezeit: warum Tempo für deine Webseite zählt.
Wer zu lange wartet, geht wieder. Hier erfährst du, was Google mit den Core Web Vitals misst, welche Werte gut sind und was eine Seite langsam macht.
Von Patryk Awierianow ·
Die Ladezeit sagt, wie schnell eine Seite sichtbar und benutzbar ist. Google misst das mit drei Werten, den Core Web Vitals: wann der Hauptinhalt erscheint (LCP), wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert (INP) und ob sich beim Laden etwas verschiebt (CLS). Als gut gelten LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1.
Die drei Messwerte
Largest Contentful Paint: Wann das größte Element, meist ein Bild oder die Überschrift, sichtbar ist. Gut: bis 2,5 Sekunden.
Interaction to Next Paint: Wie schnell die Seite auf Tippen oder Klicken reagiert. Gut: bis 200 Millisekunden.
Cumulative Layout Shift: Ob Inhalte beim Laden herumspringen. Gut: bis 0,1.
Warum Tempo zählt
Besucher warten ungern, vor allem auf dem Handy und bei schwacher Verbindung. Wenn eine Seite hakt oder springt, verlieren Kunden die Geduld. Google nutzt die Core Web Vitals außerdem als eines von vielen Signalen für die Seitenqualität. Sie ersetzen keinen guten Inhalt, aber sie können bei sonst gleichen Voraussetzungen den Unterschied machen.
Was Webseiten langsam macht
- Zu große Bilder, die nicht verkleinert oder komprimiert sind.
- Viele Skripte, Plugins und Schriftarten, die geladen werden, bevor etwas angezeigt wird.
- Code, der fest in jeder Seite steckt und deshalb nicht zwischengespeichert werden kann.
- Baukasten-Ballast: Funktionen, die niemand braucht, die aber jeder Besucher lädt.
- Ein schwacher oder weit entfernter Server.
So prüfst du es
Mit dem kostenlosen Dienst PageSpeed Insights von Google gibst du deine Adresse ein und siehst die Messwerte für Handy und Computer, samt Hinweisen. Prüfe am besten nach größeren Änderungen an der Webseite und zum Beispiel einmal pro Quartal.
- 01Schlank bauen
Nur der Code und die Funktionen, die die Seite wirklich braucht.
- 02Bilder optimieren
Passende Größe, moderne Formate und verzögertes Laden unterhalb des ersten Bildschirms.
- 03Dateien zwischenspeichern
Design und Skripte liegen in eigenen Dateien, die der Browser wiederverwendet.
- 04Prüfen
Messwerte kontrollieren und nachbessern.
Auch die Schriftarten liegen bei uns auf der eigenen Domain. Das spart zusätzliche Verbindungen zu fremden Servern. Mehr zur Technik hinter einer guten Seite steht in den Artikeln Webseite nach Maß und Wartung.
Ehrlich gesagt: Ein perfekter Wert garantiert keinen Platz 1 bei Google, und ein schwacher Wert bedeutet nicht automatisch schlechte Ergebnisse. Tempo ist eine Grundlage, die Kunden spüren und die Google mitbewertet.
Fachwörter in diesem Artikel
Kurz erklärt, ohne Fachchinesisch.
- Core Web Vitals
- Drei Messwerte von Google für die Nutzererfahrung einer Seite: LCP, INP und CLS.
- Ladezeit
- Die Zeit, bis eine Seite sichtbar und benutzbar ist. Wer zu lange wartet, springt ab. Mehr dazu
- Zwischenspeicher (Cache)
- Der Browser merkt sich Dateien einer Seite und lädt sie beim nächsten Besuch nicht erneut. Das macht wiederholte Besuche schneller.
Häufige Fragen
Welche Werte sind gut?
LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1. Google bewertet diese Werte anhand von Daten echter Besucher.
Reicht ein schneller Server?
Nein. Oft sind Bilder und Skripte das größere Problem. Ein schneller Server hilft nur, wenn die Seite selbst schlank ist.
Wie oft sollte ich prüfen?
Nach größeren Änderungen und zum Beispiel einmal pro Quartal.
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