Google-Bewertungen sammeln: so fragst du richtig.
Bewertungen entscheiden mit, ob Kunden dich anrufen oder zur Konkurrenz gehen. Hier steht, wie du sie fair und nach Googles Regeln einholst.
Von Patryk Awierianow ·
Frag zufriedene Kunden direkt nach dem Auftrag und schick ihnen den Link zu deinem Google-Unternehmensprofil. Nach Googles Regeln darfst du Bewertungen weder kaufen noch belohnen, und du darfst nicht gezielt nur zufriedene Kunden auswählen. Antworte auf jede Bewertung, auch auf kritische.
Warum Bewertungen zählen
Sterne und Anzahl der Bewertungen sind das Erste, was Kunden in Google Maps und in der Suche sehen. Wer zwischen zwei Betrieben wählt, nimmt oft den mit den besseren und aktuelleren Bewertungen. Nach Googles eigenen Hinweisen können gute Bewertungen außerdem die Sichtbarkeit in den lokalen Ergebnissen verbessern.
Schritt für Schritt
- 01Profil prüfen
Name, Adresse, Telefonnummer und Kategorie stimmen mit deiner Webseite überein.
- 02Link holen
Im Profil gibt es einen Link, der Kunden direkt zum Bewertungsfenster führt.
- 03Direkt fragen
Am besten gleich nach dem Auftrag, persönlich oder per WhatsApp.
- 04Antworten
Bedanke dich für jede Bewertung und antworte sachlich auf Kritik.
Ein Beispieltext für WhatsApp:
„Hallo [Name], danke für die gute Zusammenarbeit! Wenn du zufrieden bist, hilft uns eine kurze Google-Bewertung sehr. Das dauert eine Minute: [Link]. Danke dir!“
Was du nicht tun solltest
- Bewertungen kaufen oder Gegenleistungen anbieten, zum Beispiel einen Rabatt oder ein Geschenk.
- Nur zufriedene Kunden auswählen und die anderen nicht fragen.
- Selbst bewerten oder Mitarbeiter und Freunde bewerten lassen.
- Kritik ignorieren oder streiten.
Das sind Googles Regeln. Verstöße können dazu führen, dass Bewertungen entfernt werden.
Auf kritische Bewertungen antworten
Bleib ruhig und sachlich, bedanke dich für das Feedback und biete eine Lösung an. Deine Antwort lesen auch künftige Kunden. Eine höfliche Antwort zeigt, dass dir Kunden wichtig sind. Verstößt eine Bewertung gegen Googles Richtlinien, zum Beispiel durch Beleidigungen oder weil sie offensichtlich nicht von einem Kunden stammt, kannst du sie im Profil melden.
Das Profil rund machen
Bewertungen wirken am besten auf einem vollständigen Profil: eine passende Hauptkategorie, aktuelle Öffnungszeiten, Telefonnummer und Adresse genau wie auf deiner Webseite und ein paar gute Fotos. Wie das geht, steht im Artikel Google-Unternehmensprofil.
Ehrlich gesagt: Eine bestimmte Sternezahl oder einen Platz in der Karte kann niemand zusagen, auch wir nicht. Echte Bewertungen wachsen mit guter Arbeit und mit dem Mut, regelmäßig zu fragen.
Fachwörter in diesem Artikel
Kurz erklärt, ohne Fachchinesisch.
- Google-Unternehmensprofil
- Dein Eintrag bei Google Maps und in der Suche, mit Adresse, Öffnungszeiten, Telefon, Fotos und Bewertungen. Mehr dazu
- Bewertung (Rezension)
- Die Meinung eines Kunden mit Sternen und Text, öffentlich sichtbar in deinem Google-Profil.
- Kategorie
- Die Art von Betrieb, die im Profil angegeben ist, zum Beispiel „Webdesigner“. Sie hilft Google zu verstehen, wofür du gefunden werden willst.
Häufige Fragen
Wie viele Bewertungen brauche ich?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Wichtig sind echte, aktuelle Bewertungen, die regelmäßig dazukommen.
Darf ich Kunden etwas schenken?
Nein. Nach Googles Regeln dürfen Bewertungen nicht belohnt werden, auch nicht mit einem Rabatt.
Was tun bei einer unfairen Bewertung?
Antworte sachlich. Verstößt sie gegen Googles Richtlinien, kannst du sie im Profil melden. Fremde Bewertungen löschen kannst du nicht.
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