Sieben Fehler bei Hobby-Webseiten, die dich Kunden kosten.
Hobby heißt nicht schlecht. Oft fehlen aber Dinge, die Besucher nicht sehen und Google trotzdem merkt. Mach den Selbsttest, er dauert zehn Minuten.
Von Patryk Awierianow ·
Prüfe sieben Punkte: Handy-Ansicht und Ladezeit, Google-Grundlagen, Pflichtseiten, Sicherheit und Updates, Lizenzen für Bilder und Schriften, den ersten Eindruck und die Messung. Zu jedem Punkt gibt es einen Test, den du ohne Technik-Wissen machst.
So funktioniert der Selbsttest
Öffne deine Seite auf dem Handy und geh die sieben Punkte durch. Du brauchst nur Handy, Laptop und kostenlose Werkzeuge von Google. Zu jedem Punkt steht, was passiert, wenn er fehlt, und wie du ihn prüfst.
1. Handy-Ansicht und Ladezeit
Die meisten Besucher kommen mit dem Handy (Mobile First). Laut Think with Google wurden 2017 bei mobilen Seiten, die länger als drei Sekunden luden, 53 % der Besuche abgebrochen. Das ist ein älterer Wert, zeigt aber, wie schnell Besucher gehen. Test: Öffne die Seite mit mobilen Daten und prüfe sie bei Google PageSpeed Insights. Mehr dazu in Ladezeit und Core Web Vitals.
2. Google-Grundlagen
Jede Seite braucht einen eigenen Titel, eine Beschreibung und genau eine Hauptüberschrift, und sie muss für Google zugelassen sein (Indexierung). Test: Gib bei Google „site:“ gefolgt von deiner Adresse ein und sieh nach, ob deine Seiten erscheinen. In der Google Search Console siehst du, was Google über deine Seite weiß mehr zu SEO.
3. Pflichtseiten und Einwilligungen
Impressum, Datenschutzerklärung und, falls nötig, eine Cookie-Einwilligung gehören zu einer Firmenseite. Test: Sind die Seiten von jeder Unterseite aus erreichbar? Ob der Inhalt für dich richtig ist, sollte im Zweifel ein Jurist prüfen. Das ist ein Hinweis, kein Rechtsrat.
4. Sicherheit und Updates
Seiten mit vielen Erweiterungen brauchen Pflege. Sicherheitsberichte wie der von Patchstack zeigen seit Jahren: Die meisten Lücken bei WordPress stecken nicht im Kern, sondern in Erweiterungen und Themes von Dritten. Das Programm ist also nicht das Problem, fehlende Pflege ist es. Test: Beginnt die Adresse mit „https“ (SSL), wann wurde zuletzt ein Update gemacht und gibt es ein Backup? mehr zur Wartung
5. Bilder und Schriften: Lizenzen
Ein Foto aus der Bildersuche ist nicht automatisch frei nutzbar, und auch Schriften haben Lizenzbedingungen. Test: Woher stammt jedes Bild, und gibt es eine Erlaubnis oder Lizenz? Im Zweifel ersetze es. Auch hier gilt: Das ist ein Hinweis, kein Rechtsrat.
6. Erster Eindruck und Vertrauen
Besucher entscheiden schnell, ob sie einer Firma trauen. In der großen Stanford-Studie zur Glaubwürdigkeit von Webseiten (Stanford Web Credibility Project, 2002) bezogen sich 46,1 % der Kommentare auf das Aussehen der Seite. Die Studie ist alt, die Richtung bleibt: Aussehen zählt. Test: Zeig deine Seite jemandem, der dich nicht kennt, und frag: Was machen wir, und würdest du anrufen?
7. Messen und Anfrageweg
Ohne Messung weißt du nicht, ob die Seite etwas bringt. Test: Gibt es einen klaren Knopf für Anruf, WhatsApp oder Anfrage, und siehst du, wie viele Besucher kommen, zum Beispiel in der Search Console? Mit einem Google-Unternehmensprofil wirst du zusätzlich in der Karte gefunden.
Was du aus dem Test machst
Hast du drei oder mehr Punkte nicht bestanden, lohnt es sich, die Seite von jemandem prüfen zu lassen, der das täglich macht. Hast du alle bestanden, ist deine Basis gut. Wenn du eine Seite neu bauen oder erneuern lassen willst, findest du hier die Leistungen Webseiten nach Maß und Relaunch alter Webseiten.
Hinweis: Die genannten Werte sind Beispiele aus Studien und Berichten mit Jahr. Sie sind keine Garantie für deine Seite.
Fachwörter in diesem Artikel
Kurz erklärt, ohne Fachchinesisch.
- Ladezeit
- Die Zeit, bis eine Seite sichtbar ist. Wer zu lange wartet, springt ab. Auch Google achtet darauf. Mehr dazu
- Mobil zuerst
- Eine Webseite wird zuerst für das Smartphone gestaltet und danach für Tablet und Computer. Mehr dazu
- Indexierung
- Google nimmt eine Seite in sein Verzeichnis auf. Nur indexierte Seiten können bei Google erscheinen. Mehr dazu
- SSL / HTTPS
- Die Verschlüsselung zwischen Besucher und Webseite. Du erkennst sie am Schloss in der Adresszeile. Ohne sie warnen Browser vor deiner Seite. Mehr dazu
- Update (Aktualisierung)
- Eine neue Version der Software hinter deiner Webseite. Updates schließen Sicherheitslücken und halten alles auf dem neuesten Stand. Mehr dazu
- Backup (Sicherung)
- Eine Kopie deiner Webseite, die regelmäßig gespeichert wird, damit sie nach einem Fehler schnell wieder online ist. Mehr dazu
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Selbsttest?
Rund zehn Minuten, wenn du die Seite auf dem Handy öffnest und die sieben Punkte nacheinander durchgehst.
Brauche ich Technik-Wissen?
Nein. Die Tests brauchen nur ein Handy, einen Laptop und kostenlose Google-Werkzeuge.
Sind Hobby-Webseiten immer fehlerhaft?
Nein. Aber diese sieben Punkte werden bei selbstgebauten Seiten oft vergessen, weil man sie auf den ersten Blick nicht sieht.
Mehr dazu: passende Seiten und Projekte
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