Website vom Freund? Wann der Gefallen teuer wird.
Ein Freund oder Bekannter baut dir die Webseite, günstig oder umsonst. Das kann gut gehen. Hier steht, wann es reicht, wo die Grenzen liegen und was du vorher klären solltest.
Von Patryk Awierianow ·
Für eine einfache Visitenkarte kann ein Freund eine gute Wahl sein. Teuer wird es, wenn die Seite Kunden bringen soll: Dann müssen Domain und Zugänge bei dir liegen, jemand muss die Seite nach dem Start pflegen, Google muss sie finden (SEO) und die Verantwortung muss klar sein. Stell vorher die sechs Fragen unten.
Warum man Freunde fragt, und warum das verständlich ist
Du kennst die Person, sie ist günstig oder macht es als Gefallen, und sie nimmt sich vielleicht Zeit für dich. Das sind echte Vorteile, und viele gute Seiten sind so entstanden. Dieser Artikel macht niemanden schlecht. Er zeigt, woran du erkennst, ob ein Gefallen reicht oder ob du eine Webseite brauchst, die verlässlich Anfragen bringt.
Wann ein Freund reicht
- Du brauchst eine einfache Visitenkarte: wer du bist, was du machst, wie man dich erreicht.
- Es sind nur wenige Seiten und eine Sprache.
- Die Seite muss keine Kunden über Google gewinnen, sie wird nur per Link oder QR-Code weitergegeben.
- Dein Bekannter hat Zeit, kennt sich wirklich aus und pflegt die Seite auch später.
Sechs Fragen, die du vorher klären solltest
- Wem gehören Domain und Hosting? Die Verträge sollten auf deinen Namen oder den deiner Firma laufen, nicht auf den deines Bekannten. Sonst hängt deine Adresse an einer Privatperson.
- Wer hat die Zugänge? Du brauchst Benutzernamen und Passwörter für Domain, Hosting und die Seite selbst, schriftlich und an einem sicheren Ort.
- Wer pflegt die Seite nach dem Start? Eine Webseite ist nicht fertig, wenn sie online geht. Updates und Sicherungen müssen regelmäßig laufen mehr zur Wartung.
- Was passiert, wenn dein Bekannter keine Zeit mehr hat? Bitte um eine kurze Übergabe-Dokumentation, damit ein anderer weitermachen kann.
- Wer kümmert sich um Impressum, Datenschutz und Einwilligungen? Das sind Pflichtseiten. Ob sie bei dir richtig sind, sollte im Zweifel ein Jurist prüfen. Das ist ein Hinweis, kein Rechtsrat.
- Wie wird die Seite bei Google gefunden? Titel, Beschreibung, Überschriften und eine Sitemap gehören zur Grundausstattung mehr zu SEO.
Was oft passiert
Typisches Beispiel, kein echter Kunde: Ein Restaurant lässt die Seite von einem Bekannten bauen. Sie sieht am Laptop gut aus. Zwei Jahre später sollen die Öffnungszeiten geändert werden, der Bekannte antwortet nicht mehr, und niemand weiß, wo die Domain registriert ist. Am Ende wird die Seite neu gebaut, und der Gefallen kostet doppelt.
Der faire Mittelweg
Du musst dich nicht zwischen Freund und Profi entscheiden. Dein Bekannter kann Fotos, Texte oder Ideen beisteuern, während Technik, Pflege und Auffindbarkeit klar geregelt sind. Wichtig ist, dass jemand verbindlich verantwortlich ist und dass ihr das schriftlich festhaltet.
Wann du lieber einen Profi fragst
- Die Seite soll Anfragen bringen, zum Beispiel über Google, WhatsApp oder Buchungen.
- Du brauchst mehrere Sprachen, eine Buchung, Bestellungen oder andere Funktionen.
- Du willst dich nicht um Technik, Updates und Sicherheit kümmern.
- Du möchtest einen festen Ansprechpartner und ein schriftliches Angebot mit klarem Umfang.
Die Preise stehen auf der Preisseite. Auf den Muster-Seiten siehst du vorab, wie eine fertige Seite aussieht. Wie schnell eine Seite sein sollte, steht in Ladezeit und Core Web Vitals.
Fachwörter in diesem Artikel
Kurz erklärt, ohne Fachchinesisch.
- Domain (Webadresse)
- Die Adresse deiner Webseite, zum Beispiel ihre-firma.me. Sie ist wie die Telefonnummer deiner Firma im Internet: Sie gehört dir und wird jährlich bezahlt. Mehr dazu
- Hosting
- Der Platz im Internet, auf dem deine Webseite und deine E-Mail liegen, damit sie rund um die Uhr erreichbar sind. Bei jeder Alavija-Webseite ist das erste Jahr Hosting inklusive. Mehr dazu
- Wartung
- Regelmäßige Pflege deiner Webseite: Updates, Backups, Überwachung und kleine Änderungen, damit sie sicher läuft und aktuell bleibt. Mehr dazu
- Backup (Sicherung)
- Eine Kopie deiner Webseite, die regelmäßig gespeichert wird, damit sie nach einem Fehler schnell wieder online ist. Mehr dazu
Häufige Fragen
Ist eine Webseite vom Freund immer schlecht?
Nein. Für eine einfache Visitenkarte kann das gut funktionieren. Wichtig sind klare Absprachen zu Eigentum, Zugängen und Pflege.
Wem sollte die Domain gehören?
Dir. Sie sollte auf deinen Namen oder den deiner Firma registriert sein, und du solltest die Zugangsdaten kennen.
Wird ein späterer Wechsel teuer?
Das hängt davon ab, wie die Seite gebaut ist und ob es Unterlagen gibt. Mit Zugängen und einer Übergabe-Dokumentation ist ein Wechsel meist einfacher. Lass dir vorab einen klaren Umfang schriftlich geben.
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